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Hier finden Sie Hinweise auf Neues, entweder hier direkt oder aber als Verweis (neudeutsch link genannt..). Ganz oben jeweils das aktuellste. Eckhard Schulze - Wachstum, SPD Berichte im Stern What's new ? zeigt Ihnen das Änderungsdatum jeder Seite. Knappe Zeit? Zeit die Masse? Oder schauen Sie in den Presse-Links nach Hirnfutter. |
| 28.10.2004 |
OCHI - Neinsagen ist oft angebrachtDie Griechen sagten heute vor 64 Jahren »NEIN«, OCHI eben. Und das feiern sie heute noch als einen ihrer Nationalfeiertage. Das Europäische Parlament tat das gestern zum ersten mal, ängstlich zunächst, der eigenen Macht und Courage nicht trauend, letztlich aber im Selbstverständnis ihrer Aufgabe - welche sonst wenn nicht die, Kontrolle auszuüben? Kontrolle ohne Konsequenzen? So hat es den Anschein, wenn man die Reaktion von Kanzler & Aussenminister mitbekommt. Die Reaktion von Fischer und Schröder, Beschwörung einer Gefahr, einer Krise der EU: Nur weil das Parlament mit der "Regierung" nicht einverstanden ist? Was ist das für ein Demokratieverständnis? It's a SONY - Fluch oder Freude?Fehlende Ersatzteile, Softwareupdates, Websites, Informationen. Der Rückzug vom europäischen Markt scheint nicht nur bei Handhelds stattzufinden: Selbst für einfache Objektiv-Deckel für die Kamera wartet man 3 Monate vergebens... Gottesstaat - Wo? Wieso? Was denn?Die USA und die Wiedergeborenen Heilsbringer. Amerika vor der Wahl, Aufstand der Evangelikalen. Man reibt sich die Augen und weiss nicht mehr, wo man hinblcken soll, wenn vom Gottesstaat die Rede ist. Und nun heute das: In Afghanistan foltern die US-Truppen genauso und seit eh' und je wie im Irak: US-Gefängnisse in Afghanistan
Und nun? Was bleibt, als zu konstatieren, dass sie die Macht haben, aber sonst nichts? Kein Verständnis, keine Entschuldigung! Diese Regierung, gleich welche davor war und jetzt kommt, ist abgrundtief unmoralisch. |
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| 31.08.2004 |
Four More Years! - No More Years?
not my president.
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| 29.08.2004 |
Was Sie schon immer wissen wollten...... aber schon immer wussten: Wer nix hat, kann nix ausgeben. Und: wer zuviel hat kommt auf blöde Gedanken. Aus der Stuttgarter Zeitung vom 28.8.2004 (Seite 2) erfahren wir das unter Die Reichen wollen gesund sein,aber nicht klug - Zahlen und Fakten aus Deutschland (3): Wofür Bürger Geld ausgeben – Grundbedürfnisse kosten immer größeren Anteil vom Budget [*]:
WOFÜR DIE DEUTSCHEN IHR GELD AUSGEBEN
*) Haushaltseinkommen unter 1278 Euro/Monat
Möglicherweise ist das ja »überall« so; aber das hier ist Deutschland. Wo Auto, Unterhaltung und Kneipengänge mehr als ein Drittel der Ausgaben ausmachen, Bildung aber mal gerade schlappe, aufgerundete 0,7% - pah! da lässt sich's leben, im Land der Dichter und Denker... Zitat: Und das bekommen wir mit der aktuellen Diskussion über Sozial- und Gesund-heitskosten, Bildungsoffensive, Generationkonflikt übereinander? Auf ein Neues Schuljahr!
Geschafft.Die »Spiele« sind rum, Griechenland hat seinen Schuldenberg, einige ihren Doping-Skandal - aber schööön war's - angeblich; ich habe dazu ausnahms-weise mal nichts zu sagen. Ausser, dass ich noch eine Weile warte, bis ich mich wieder nach Athen wage - denn schön ist es in Griechenland, auch im Herbst und nicht nur bei 40 oC im Stadion. |
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24.08.2004
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Olympiaverdächtig...... gross ist die Zahl der Städte noch nicht, aber ein Anfang ist gemacht. Worum geht's? Um Kinder, die sich unter Ihresgleichen und Erwachsenen zuweilen nicht sicher fühlen können. Um die Möglichkeit, in unseren anonymen Stadtwüsten für Kinder in Bedrängnis Fluchtpunkte und Schutz zu etablieren. Die Stiftung »Hänsel und Gretel« hat sich zum Ziel gesetzt, Notinseln in Institutionen und Geschäften in den Innenstädten zu etablieren. Eine gute Idee. Schauen Sie mal rein, vielleicht entsteht dann wieder eine neue Notinsel. Es bleibt natürlich die Frage unbeantwortet, warum in dieser Gesellschaft Notinseln für Kinder eingerichtet werden müssen. Womit wir in der Diskussion über die Kinder- und Familienfreundlichkeit unserer Politik landen. Denn dass nun ausgerechnet unser derzeitiger Ministerpräsident die Website der Stiftung schmückt, könnte die/den eine/n oder andere/n verwirren... Fragen über Fragen also. Jedenfalls: Folgende Städte sind bereits mit von der Partie - wie gesagt: keine Spitzenleistung:
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Wieder gedichtet...... hat der Meister des derzeitig ungetrübtesten Humors, Robert Gernhardt, einer meiner Lieblingsschreibenden, wie viele wissen: DIE K-GEDICHTE handeln nun aber nicht von den »klassischen 3 Ks« (Sie wissen schon: diese weiberfeindlichen...) sondern von Krankheit, Krebs und Krieg. Dennoch behalten Kritik, Kunstverstand und nicht zuletzt Komik die Oberhand. Diese Themen und das schwere Los, mit zwei Geiseln der modernen Menschheit geschlagen zu sein, findet in Herz in Not und eben jetzt in den K-Gedichten seinen (wohl sicher nicht nur für mich) nachvollziebaren Widerhall.
Aber das Leben geht weiter, trotz Alter & Krankheit:
Herr Aufgeschnitten läßt wieder bitten: »Frau Unversehrt wird sehr begehrt!«(KURZNACHRICHT, Die K-Gedichte, Seite 25) |
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| 29.07.2004 |
Vielleicht...... könnten die Menschen »doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden, wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht.«, meinte Erich Kästner einmal. Heute ist sein 30. Todestag. Eine Beitrag in der ZEIT. |
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| 27.07.2004 |
Betrifft: Mich nicht......sagt da ein jeder. Ein jeder? Vielleicht lohnt doch ein Blick. Denn wer ist nicht Kunde der Telekom? Der CCC weist (mal wieder...) auf ein Sicherheitsdebakel bei der Telekom hin. Und wer sitzt da mit im Boot. Na? Richtig! die Firma Microsoft. Kurz und knapp: Es geht um Ihre Daten und wie die Telekom damit umgeht. Um nicht zu sagen: ...und wie sie diese der breiten Öffentlichkeit anbietet. Und da Microsoft mit von der Partie ist, die Firma, die zwar fast 100% der PCs per Betriebssystem »betreut«, dafür aber auch massgeblich zu ca. 100% aller Viren, Würmer und sonstigen garstigen Softwarekrabbeltiere auf sich zieht (heute ging's -mal wieder- den Suchmaschinen-Betreibern »vierisch« an den Kragen) - also, weil nun M$ beteiligt ist und wieder nichts Gutes dabei heraus gekommen ist: Warum kapieren wir in unserer Mehrheit nicht, dass Schluss sein muss? Schluss mit Lustig, Schluss mit Monopolen, die alles verdrecken, physisch, elektronisch/-magnetisch, informell? Schluss mit einem Betriebssystem, an dem sich die Virenscanner-Firmen ebenso dumm und dämlich verdienen wie die Einlass-Gewährer selbst? Schluss mit dem Wahnsinn, der 100-seiten-weise die PC-»Fach«-Presse füllt? Noch nie einen Virus gehabt? Keinen versauten PC nach einer versauten E-Mail? Noch nie Geld und Zeit verbraten mit sinn- und endlos langen Downloads des x-ten Sicherheits-patch jede Woche? Nein? Wirklich nicht oder nur (noch) nicht bemerkt? Glücklich san's - wie ich. 24 Stunden pro Tag am Internet, E-Mails in Massen, auch Spam in Massen. Aber noch nicht verunglückt. Glück? Um- und Einsicht? Die richtige Software, das bessere Betriebsystem? Alles mal beiseite: Hier geht es nämlich um Ihre Daten, ggf. um Ihr Geld: "[...] Das Wissen um die Sicherheitslöcher befähigte die Redaktion, Einblick in vertrauliche Informationen der Betriebsdatenblätter aller Kunden des T-Mart Web-Services zu nehmen", so Engling und weiter: "ein Angreifer wäre somit im Besitz sämtlicher Zugangspasswörter aller Kunden dieser auf OBSOC basierenden Dienstleistung".
BTW: nicht aus aktuellem Anlass, aber dennoch: Ich habe jetzt neben den M$-Maschinen einen Apple... Und das mit der »richtigen« Software - da ist was dran! |
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20.07.2004
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Gesucht wird......ein Junge aus Portugal. Er verschwand 1998 spurlos in seiner Heimatstadt. Nachfolgend der E-Mail-Text eines Freundes aus Portugal im Original. Kommentar überflüssig - auch wenn die Geschichte absurd klingt. Derartiges passiert in Russland, in ..., in ... -- überall in der Welt. Vielleicht können Sie helfen: POLICIA JUDICIARIA Direktoria do Porto Rua Assis Vaz, 113 4200 Porto Tel +351 225 070 800, +351 225 088 644 Fax +351 225 023 642 Mail directoria.porto@pj.pt [...] The story of this boy goes like this:
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12.07.2004
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Wo lassen Sie sich betrügen?Ob Sie aufpasssen wie ein Schiesshund oder nicht: Es passiert Ihnen an allen Ecken und Enden. Aber der derzeit dreisteste Fall ist wohl doch der von Vodafone. Vermutlich sind sie entrüstet, dass Sie mit vielen anderen zusammen die frech zusammengerechneten Verluste der Mannesmann-Übernahme bezahlen sollen. Na und? Was nun? Attac hat die Kampagne Vodaklau gestartet, da können Sie zumindest mal anfangen, was zu tun. Ja, und dann läuft ja in der Regel ein Handyvertrag nach max. 2 Jahren ab. Schauen Sie doch mal nach und kündigen Sie ihn rechtzeitig. Oder wollen Sie freiwillig einen Konzern finanzieren, der dem braven deutschen Steuerzahler frech und dreist 20.000.000.000,00 € aus der Kasse nimmt - in der im Übrigen gar nichts drin ist. Um die erst mal zu füllen, dazu -- nun, das ist eine andere Geschichte, die erzähl' ich Ihnen später.
Geld kostet fast alles...... auch meine Website, ca. 30€ jeden Monat, meine Zeit nicht mitgerechnet. Reklame auf meiner Seite - das kommt nicht in Frage. Aber: Wenn Sie so was brauchen wie einen DSL-Anschluss, eine Domain, eine E-Mail-Adresse o.ä., dann könnten Sie das über meinen Internetshop abwickeln. Vorteil für Sie: Sie können mich fragen (z.B. per E-Mail). Vorteil für mich: Die Provision bleibt bei mir hängen... Das geht mit leidlich gutem Gewissen, denn ich habe meine Website auch bei 1&1 und bin voll zufrieden. Schauen Sie doch mal vorbei, vielleicht brauchen Sie davon was. Oder nicht. Lesen verboten?Nein, soweit sind wir hier noch nicht. Auch in Amerika nicht. Dort wird nur demnächst penibel überwacht, was Menschen dort lesen. In Buchhandlungen und Bibliotheken zum Beispiel. Der Patriot Act will es so. Und da wir noch etwas Zeit haben im »alten Europa«, da möchte ich darauf hinweisen, dass es das Deutsche Wörterbuch (DWB) der Brüder Grimm jetzt auch auf CD gibt. Wozu? Naja, zum Lesen eben. »Lesen Sie deutsch so lang' es es noch gibt« - Oder so. Schreiben - aber wie?Die Diskussion reisst nicht ab: Soll die Rechtschreibreform nun stattfinden, reformiert oder pur und so verkorkst, wie wir derzeit uns schriftlich aus zu drücken haben sollen (die armen Kinder müssen ja leider, von Staats wegen...). Ich empfehle da Die Aura der Wörter, eine Denkschrift von Reiner Kunze (Radius-Verlag, 2003); zu lesen natürlich. Und bis sich die Herrschaften entschieden haben, schreiben wir eben - entweder So oder so. |
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| 23.06.2004 |
Dick und Doof...... einmal ganz anders: Ich habe eine neue Wirtschaftszeitschtrift entdeckt und darin einen interessanten Artikel über die allfällig anstehenden aber nicht stattfindenden Reformen. Mahlzeit. * |
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| 22.06.2004 |
"Und als wir endlich den Kopf hoben,... sahen wir im Spiegel ein fremdes, ein hassenswertes Gesicht: unser eigenes." so schrieb 1958 Jean Paul Sartre in einem Vorwort zu einem Buch über die Folterefahrungen des französischen Journalist Henri Alleg. Nachdem in Deutschland die Diskussion über eventuell-und-vielleicht-unter-gewissen-Umständen-doch-anwendbare Folter nicht verstummen will, hat sich Jan Philipp Reemtsma (nochmals) zu Wort gemeldet; ein lesens- und beden-kenswerter Beitrag in der taz. Fratze im Spiegel. Zur Diskussion um die Relegitimierung der Folter von Jan Philipp Reemtsma ::
Eigentlich sollte es in Deutschland keine Debatte über Folter geben, denn es gibt darüber nichts zu diskutieren, so der Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Folter ist und bleibt unter allen Umständen verboten und jede Abweichung von diesem Verbot stellt einen Zivilisationsbruch dar. Wenn man Ausnahmen zulasse, so der Autor, werde der Rechtsstaat und damit die moderne westliche Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttert.
Zum Schweigen verdonnert...... wurde der US-Unteroffizier Samuel Provance, Mitglied des in Deutschland stationierten Nachrichtenbataillons (»Folterbrigade«). Warum nur, warum? Zwei Artikel heute in der Stuttgarter Zeitung, [1] und [2]. -- [*] |
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| 15.06.2004 |
Ich kann gut verstehen...... daß Sie hier nicht weiterlesen. Das wirkliche Leben: Es ist alles zu kompliziert. Und zu viel. Und überhaupt: Um sich eine eigene Meinung bilden, erhalten und leisten zu können müßte man ja nicht nur hier weiterlesen. Nein, auch den SPIEGEL, die FAZ, die taz, das Amtsblatt, die SD, die StZ, die NRZ, die... das... den... Und DIE ZEIT. Und genau die haben wir nicht. Keine Zeit heute. Es ist doch Fussball. Und den, den kennen wir: rund, schwarz-weiß, zuweilen nicht zu halten... Deshalb mache ich es Ihnen heute leicht: Berauschen Sie sich am atemberaubenden Kampfgeschehen in der Provinz. Da bleibt dann nach kurzer Zeit Raum für anderes, z.B. Politische Kultur oder Satire oder eben der schiere Zynismus... Schönen Abend heute abend... |
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| 14.06.2004 |
Nach diesem Superwahltag...... gestern hilft nur noch eins: Jaganellis Hooompeitsch ansehen und glücklich sein. Es gibt noch Dinge, an die man glauben kann - zum Beispiel an die Kreativität von einigen Wenigen... Und Fakten! Lassen Sie sich verwöhnen. |
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| 06.06.2004 |
Ein grosser Irrtum...... war es wohl, zu glauben, dass mit den Beiträgen von Susan Sontag das Problem »Fotografie und Krieg« hinreichend erörtert worden wäre. Weit gefehlt - das Thema holt uns wieder ein, überholt uns. Nicht nur Gewalt im Fernsehen generell, der (schon wieder vergangene?) Irak-Krieg mit seinen »eingebetteten Journalisten« haben neben pseudo-»sauberer« Kriegsberichterstattung wieder und wieder Fragen über den Sinn und Wahrheitsgehalt solcher Bilder generiert; vor allem die Bilder über die Behandlung von Gefangenen und hier vor allem die grässlichen Aufnahmen aus dem Gefängnis Abu Greib lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Da brauchte es nicht auch noch die hierzuland losgetretene Diskussion über die Legitimität der Folter - gerade mal ein Jahr her... Gleich mehrere Beiträge hierzu in Funk und Presse:
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| 05.06.2004 |
In MemoriamVon Reinhard Döhl haben sich gestern seine Familie, Weggefährten, Freunde und Bekannte verabschiedet. Ein Abschied der schlicht, ehrlich, bewegt und bewegend war. Dennoch: Ein Mensch, der auch ein öffentlicher war, Wahlstuttgarter, Hochschullehrer, Lyriker, Wissenschaftler, Literat... Treten zu solchen Anlässen nicht Vertreter der Instanzen an -erwünscht oder nicht, freudig beachtet oder peinlich- in denen er gewirkt, in deren »Mauern« er gelebt hat? Voll der lobenden Worte -- wenigstens zum Abschied? Ob sie nun wirklich vermisst wurden ist die eine Frage. Es bleibt aber doch festzuhalten, dass weder die Universität an der er gelehrt und geforscht noch die Stadt, in der er gewirkt hat, es für nötig gehalten haben, Reinhard Döhl zu würdigen; wenigstens für jeden sichtbar durch Anwesenheit. Nur wenig überspitzt formuliert darf man feststellen (und das ist wahrhaft tröstlich), dass sich die Verhälnisse in Stuttgart seit Schillers Zeiten doch wesentlich gebessert haben: Ihn hat man seinerzeit gejagt...
Vernissage... ... gestern abend in der INTER ART-Galerie in Stuttgart: Bilder und Objekte von Günther Sommer, Objekte und inszenierte Fotografie von Isabel Östreich. |
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| 02.06.2004 |
Reinhard Döhl +Nicht jeder, der hier liest wird nicken und sagen: Ach... Denn wie dichtete er selbst? Reinhard Döhl starb am vergangen Samstag. Entgegen seiner pessimistischen Einstellung, werden nicht nur Spuren bleiben. Grosse Namen tauchen um ihn auf: Walter Benjamin, Max Bense, Helmut Heißenbüttel, Max Horkheimer, Ernst Jandl... Die Stuttgarter Literatur- und Philosophenszene war und ist so leer ja nicht - auch nach Schiller & Co... Aber für mäulesmühle-geeichte Rezeptoren war Reinhard Döhl wohl doch zu harte Kost. So hatte er es schon schwer, von den Schwaben geliebt und anerkannt zu werden, der Westfale. Auch das Programm der Hofer Literaturtage liest sich nicht gerade wie das Who-is-who der Anonymen... |
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| 01.06.2004
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Bald ist Bergfest...... will sagen, das halbe Jahr ist schon fast wieder rum, die Wahl des Bundesköhlers auch, Sasser auch, Kaplan verschwunden, Zuwanderungs-kompromiss ist (vielleicht) gefunden, Rentenbesteuerung ist (tatsächlich!) gesichert, Bush ist der Lüge überführt, Irak und Afghanistan versinken eher im Chaos als im liebenden Arm der folternden Friedensengel... Aber was kommt? Z.B. Franz Kafkas...... 80. Todestag am 3. Juni, Gelegenheit, sich nach Lesestoff umzusehen, den man doch immer schon... Schaun Sie mal nach; vielleicht findet sich was, das passt. |
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