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| Gedichte |
HerbstHerbst, 22.02.2004 EndeDie Nacht Ist schwarz Weisse Engel Gehen über Grüne Wiesen Ende. Der Mond Scheint gelb Ins Leere Bunte Musik Spielt bis zum Ende. Morgenrot erwacht. Trotz Ende. Neuer Tag. Mit alten Fragen. Wann ist das? Ende? Juli 2003 phallusich bin komisch 15.5.2002 Bilder am 3. MaiDie Bilder wollen nicht bleiben Der offene Mund Ansetzt zum Reden Stumm. Ich erinnere mich nicht Die Augen eingefallen tief Geschlossen wie vernäht Sehen nicht was kommt. Ich erinnere mich nicht Der Kopf gebeugt nach hinten Ein Handtuchbündel stützt das Kinn Fahl die Haut geschunden. Ich erinnere mich nicht Die Hände gedunsen gekreuzt Gelegt wie nach getaner Arbeit Bereit und nicht gefaltet. Ich erinnere mich nicht Der Körper gekleidet in Rosa Verspielt die Spitzen Wie zum letzten Tanz. Ich erinnere mich nicht Der Sohn gleichgültig fassungslos Der Film im Kopf er läuft Aber spult rückwärts durch. Stumm Kein Reden Verschlossen für immer der Mund Und die Bilder wollen nicht weichen. 7. Mai 2002 Immer falschEs wäre gut zu gehen Doch wir bleiben. Es wäre gut zu bleiben Doch wir gehen. Es wäre gut zu reden Doch wir schweigen. Es wäre gut zu schweigen Doch wir schreiben. Es wäre gut zu schreiben Doch wir stammeln. Es wäre gut zu stehen Doch wir treiben. Es wäre gut zu zeigen Doch wir bedecken Unsere Schuld Mit Schweigen. 23. März 2002 TrunkenIm RauschIm Trichter Versinken. Wer Wer Lass Wir 21.2.2002 Vom WichtigseinDas ist doch richtig:Nur wer fernsieht Ist wichtig. Wer dabei denkt Das ist doch richtig: Wer auch noch liebt Das ist doch richtig: Wer da lebt Das ist doch richtig: Wer nur lebt Ach - das ist noch wichtig: Wer da lebt 2.1.2002 TodWenn eines schwerenFernen Tages Uns der Geist verlässt Dann sind wir tot. Doch zur Not 2.1.2001 TestamentWenn ich sterbeHeute oder morgen Bitte verbrennen Und entsorgen. vergessenZu den ZeitenWenn wir essen In den Stunden Wenn wir lieben Da verschieben Zu den Zeiten Da verlieren 30.09.2001 VerbindlichesWenn ich wasSo richtig hass' Dann das. Wenn mir was 30.09.2001 SehnsuchtEiner von den schönsten TodenWäre der: Mit prallen Hoden Und mit der Wurzel Tief verwachsen da Wo früher mal ganz offenbar Die Wurzel meiner Kindheit war - Dort im stillen Tal der Lenden Ein für alle mal zu enden. 22.11.2001 Vergebliche SucheNie wirst du unter Buchen oder LindenAuch nur eine einzige Eichel finden. Doch unter dir, mein Liebchen, matt Doch bitte, sei nicht wie das Vieh: Nicht nach ihr wühlen, 7.11.2001 LuccaHerr Heine sass im BadeEr freute sich gar sehr: Im Grund' war er malade Doch spürte er nichts mehr. Ostern 2001 ToskanaWenns mi beim buckaDuad zwigga on drucka No gang i iebr 'd Brugga Noch Bagni di Lucca. TessinWe' mai GreizIsch schiaf on gromm Wia dr Turm von Pisa no fahr' i nomm Mit maira Lisa - Nonder en'd Schweiz. 3.11.2001 DienenDienen ist lieben.Ist lieben dienen? Bienen dienen - Der Mensch ist Mensch nur Bin ich Mensch 24.9.2001 Alter ego - alter erosWenn die Jahre kürzer werdenWenn Tag sich nicht zum Tage dehnt Wenn Sekunden nicht mehr wahrgenommen werden Wenn nur noch ist Was war: Dann, endlich, 8.9.2001 ErkenntnisSo entstehen alle Kinder -Nur: Wir kommen nicht dahinter. 22.8.2001 |
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